politik und gesellschaft

frauenpolitischer aufbruch

vom frauenwahlrecht zum frauenmandat

Die Ausstellung thematisiert den Kampf um politische Partizipation anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Stimmen laut, die politische Rechte für Frauen forderten. Die Aktivistinnen mussten viel Überzeugungsarbeit leisten – und das nicht nur bei Männern.

Teilnehmerinnen des Frauenstimmrechtskongresses in München, 1912, © Stadtarchiv München

Besonders im Rheinland stieß die Forderung nach dem allgemeinen gleichen Wahlrecht auf Skepsis bis Abwehr, viele Frauenrechtlerinnen bevorzugten das Dreiklassenwahlrecht für beide Geschlechter. Erschwert wurde ihr Engagement durch politische Vereins- und Versammlungsverbote für Frauen.
Die Weimarer Republik startete für Frauen hoffnungsvoll: Im Deutschen Reich waren Frauen im ersten demokratisch gewählten Reichstag 1919 mit 9,6 % vergleichsweise gut vertreten, doch bei jeder Wahl nahm ihr Anteil ab, bis sie 1933 faktisch ihr passives Wahlrecht wieder verloren: Die meisten Kandidatinnen für die Landtags- und Reichstagswahlen bekamen keinen guten Listenplatz. Dennoch konnten die wenigen Parlamentarierinnen wichtige Rechtspositionen für Frauen durchsetzen.
Die Bonner Republik knüpfte an das Erbe von Weimar an. Nach der Erlangung der Gleichberechtigung im Grundgesetz 1949 forderten Frauen eine Überarbeitung der frauendiskriminierenden Paragraphen im BGB sowie Regierungsbeteiligung. Die erste westdeutsche Ministerin auf Bundesebene, Elisabeth Schwarzhaupt, trat erst 1961 ihr Amt an. Kanzler Adenauer hatte sich lange gegen eine Frau in seinem Kabinett gewehrt, doch musste er sich schließlich dem Druck der Frauen-Union beugen.

03.10.2018 bis 28.04.2019

Frauenmuseum Bonn

Im Krausfeld 10
53111 Bonn
T 0228 691344

frauenmuseum@bonn-online.com
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Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag: 14-18 Uhr
Sonntag: 11-18 Uhr

Eintritt

Erwachsene: 6 €
Ermäßigt: 4,50 €
Gruppen ab 5 Personen: 4,50 €
Schüler und Studierende: 3 €