architektur und städtebau

(k)ein notbehelf – otto bartning, die diasporakapellen und das serielle bauen

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das bis heute einzigartige von Otto Bartning (1883-1959) ab 1945 entwickelte Notkirchenprojekt. Bis 1953 entstanden über 100 Typenkirchen aus vorfabrizierten Elementen, die meist kombiniert mit lokalem Trümmermaterial in Eigenleistung der jeweiligen Kirchengemeinden aufgebaut wurden.

Die Stahlkirche von Otto Bartning auf der Pressa 1928, Fotograf: Hugo Schmölz, © Otto-Bartning-Archiv der TU-Darmstadt

Die Ausstellung spürt zwei Entwicklungslinien des Notkirchenprojekts nach: zum einen der geistig-kulturellen, die den Kirchenbau als Ausdruck der Gemeinschaft, der Verortung sowie der Zeitgenossenschaft begreift, zum anderen dem seriellen und kostengünstigen Bauen mit zeitgenössischen Materialien und Bausystemen. In Fragen der Rationalisierung und Typisierung des Bauwesens setzte sich Bartning als Protagonist der Moderne in der Weimarer Republik eng mit Walter Gropius und den am Bauhaus vorangetriebenen Leitideen auseinander.

Beide Entwicklungslinien kulminierten in der Zwischenkriegszeit in Bartnings Schlüsselwerk der Stahlkirche (1928), die deshalb ebenfalls in der Ausstellung prominent behandelt wird.

Anschaulich werden die Ideen in der Diasporakapelle aus Overath (1951), die als Notkirche Bartnings in das LVR-Freilichtmuseum Kommern transloziert und im Juli feierlich eröffnet wird.

6.10.2019 bis 25.10.2020

LVR-Freilichtmuseum Kommern, Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde

Eickser Straße
53894 Mechernich-Kommern
T 02443  99800
kommern@lvr.de
Zur Webseite des Museums
 

Öffnungszeiten

An 365 Tagen im Jahr geöffnet.
1. April bis 31. Oktober: 9 - 19 Uhr
1. November bis 31. März: 10 - 17 Uhr

Eintritt

Erwachsene :7,50 €
Kinder/Jugendliche unter 18 Jahre Eintritt frei
Schwerbehinderte, Studenten, Auszubildende, Hartz IV-Empfänger: 5,50 €
Gruppen ab 10 Personen Erwachsene: 7 €