architektur und städtebau

DENK MAL bauhaus! neues bauen in nrw

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es Bauhaus! Mit dem Projekt „DENK MAL Bauhaus!“ präsentiert die Architektenkammer NRW bedeutende Bauten in einer Wanderausstellung und in einem Online-Portal.

Köln-Kalkerfeld, Blauer Hof, Casper Maria Grod und Wilhelm Riphahn, 1926/27, © LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Viola Blumrich

Das Bauhaus hat verschiedene Wurzeln, auch im Westen. Ludwig Mies van der Rohe wurde 1886 in Aachen geboren und realisierte in Krefeld gleich drei Gebäude, die zu den Inkunabeln der Bauhaus-Architektur zählen. Henry van de Velde gründete nicht nur den Deutschen Werkbund mit, sondern leistete auch in Hagen mit Karl Ernst Osthaus im „Hagener Impuls“ grundlegende Vorarbeiten zum späteren Konzept des Bauhauses. Spuren weiterer Bauhaus-Akteure finden sich in NRW z.B. von Peter Behrens, Bruno Paul, Wilhelm Riphahn. Zahlreiche Industriebauten atmen den Geist des Bauhauses, darunter die Zeche Zollverein in Essen (Welterbe), das Dortmunder U, die Kokerei Hansa in Dortmund, das ehemalige GHH-Verwaltungs- und Lagergebäude in Oberhausen (heute LVR-Industriemuseum) und die ehemalige Zeche Sachsen in Hamm. Aber auch zahlreiche Villen und Wohnhausbauten zeugen vom Einfluss des Neuen Bauens im Westen.

 

Die Wanderausstellung
Die multimediale Ausstellung spürt den Ursprüngen und Einflüssen des Bauhauses in NRW nach und zeigt, wo es heute noch präsent ist. Daraus ergibt sich die Frage, welche Erkenntnisse und Orientierungslinien das Bauhaus für die Zukunft bieten kann.
Welche Namen sind mit dem Bauhaus im Westen verknüpft und wie haben Bauhaus-Architekturen die Zeit überdauert? Welche Bauten sind in späteren Jahren im Geiste des Bauhauses und des „Neuen Bauens“ entstanden? Wo lassen sich in der zeitgenössischen Architektur Entwicklungen zum Bauhaus zurückverfolgen? Was sagt das Bauhaus heutigen Architektinnen und Architekten, Künstlerinnen und Künstlern sowie Planungsverantwortlichen? Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, Objekte und Gedanken einzuspeisen. Ganz in der Tradition des Bauhauses stellen Künstler in eigenständigen Beiträgen zur Ausstellung ihre Auseinandersetzung mit dem Bauhaus vor.

 

Das Web-Portal
Für das Jubiläum wird eine Internetplattform erstellt, die auf der viel besuchten Webseite www.baukunst-nrw.de basiert, dem Führer zu Architektur und Ingenieurbaukunst in NRW: Mit dem Web-Portal „DENK MAL Bauhaus! Neues Bauen in NRW“ dokumentieren die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und die Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe Projekte und Architekten in NRW, die den gestalterischen Idealen des Bauhauses und des Neuen Bauens verpflichtet waren. Ergänzend dazu soll die bestehende App der Internetplattform www.baukunst-nrw.de um einen Sonderbereich „DENK MAL Bauhaus!“ erweitert werden, so dass die Daten der relevanten Objekte für Touristen, Reisende und Teilnehmer an Fachexkursionen zum Thema “100 jahre bauhaus im westen. Gestaltung und Demokratie” jederzeit mobil abgerufen und zur Routenplanung genutzt werden können.

Kontakt

Dipl.-Journalist Christof Rose
Pressesprecher/Abteilungsleiter „Medien + Kommunikation“
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
Zollhof 1
40221 Düsseldorf
T 0211 4967-34
rose@aknw.de
Zur Webseite der Architektenkammer NRW