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düsseldorf: hetjens – deutsches keramikmuseum

Das Museum hat eine Modul-Werkstatt entwickelt, die aus vier Teilen besteht. Hier lernen Schülerinnen und Schüler neben Form- und Oberflächengestaltung auch die typografische Gestaltung keramischer Produkte und deren fotografische Dokumentation kennen. Sie können hier mit diesen verschiedenen Entstehungsschritten experimentieren. Die Modul-Werkstatt ist als Kooperationsprojekt mit Schulen möglich, aber auch als Angebot für eine Projektwoche oder einen halbtägigen Workshop. Geeignet für Sekundarstufe I und II.

Laboratorium „L1“ - eine Modul-Werkstatt

Anhand des Baukastenprinzips der Kombinationsteekanne von Theodor Bogler werden im L1 mit unterschiedlichen vorgefertigten Formen immer wieder neue Gefäße und Kombinationen entstehen. Denkbare Materialien sind Ton, Holz, Pappe, Draht, Stoff. Funktionalität und Ästhetik stehen im Vordergrund. Die Gefäße können mit Farben bunt gestaltet oder mit Typografien versehen werden. Anschließend werden die Werke fotografisch dokumentiert.

 

Modul 1. Formgestaltung und serielle Produktion

Um der seriellen Produktion der Industrie gerecht zu werden, entwickelte man am Bauhaus ein Design im Baukastenprinzip. Ein Gefäß bestand aus verschiedenen vorgefertigten Teilen, die unterschiedlich zusammengesetzt werden konnten. Auf diese Weise ließen sich gleich mehrere unterschiedliche Gefäße fertigen. Einer seiner Kombinationskannen gab Theodor Bogler den Namen „L1“, nach dem auch unser Laboratorium benannt ist. Hier ist von Schülerinnen und Schüler ein „um die Ecke denken“ gefragt. Wie verbindet man Form und Funktion? Zahlreiche Anregungen finden sich in der Ausstellung.

 

Modul 2. Oberflächengestaltung

Die Bauhaus-Künstler beeinflussten zahlreiche Kollegen auch nach ihrer eigentlichen Bauhaus-Zeit. Die beiden Keramikerinnen Eva Stricker-Zeisel und Ursula Fesca haben z.B. nie selbst am Bauhaus studiert und doch zeigen ihre Arbeiten eine große Nähe zur Bauhaus-Kunst. Ihre farbenfrohen Bemalungen, die bis heute ihre Wirkung nicht verloren haben, sollen Schülerinnen und Schüler zu eigenen Farbkombinationen inspirieren.

 

Modul 3. Typografie

Zur Ausbildung des Bauhauses gehörte auch das Entwickeln eines Alphabets. Für seine Vorratsgefäße verwendete Theodor Bogler eine schnörkellose Schrift, die das Funktionale der Gefäße unterstrich. Mit ihrer eigenen Schrift können Schülerinnen und Schüler im L1 auch Akzente setzen und Brüche hervorrufen: Experimente sind erwünscht!

 

Modul 4. Fotografische Dokumentation

Lucia Moholy-Nagy, Ehefrau des Meisters Laszlo Moholy-Nagy, fotografierte in den Bauhaus-Werkstätten die Arbeiten der Gesellen mit einem feinen Gespür für deren ästhetische Vorzüge. Ihre Fotografien sind heute selbst Kunstwerke. Wir wollen in diesem Sinne die Arbeiten fotografisch in Szene setzen und dokumentieren.

 

Die genannten Module können einzeln oder in beliebiger Kombination gebucht werden.

16.02.2019 bis 12.05.2019

Hetjens - Deutsches Keramikmuseum Düsseldorf

Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
T 0211 - 8994210
Fax 0211 - 8929166
hetjensmuseum@duesseldorf.de
Zur Webseite des Museums

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr, Mittwoch bis 21 Uhr

Eintritt

5 €, ermäßigt 2,50 €, Familien 8 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: freier Eintritt.
Freitags: Jugendliche bis 21 Jahre freier Eintritt